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UX/UI-Portfolio: Case Studies, die zeigen, wie du denkst

Aktualisiert 21. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein UX/UI-Portfolio besteht aus drei bis vier tiefen Case Studies, nicht aus einer Galerie von Screens. Jede Case Study zeigt das Problem, die Recherche, die Iterationen, das fertige Interface und die Wirkung – in dieser Reihenfolge, mit einem Bild zu jedem Schritt und einer ehrlichen Reflexion am Ende.

Warum Screens allein nicht reichen

Einen hübschen Screen kann jeder nachmachen. Was ein Studio oder Produktteam wissen will: Verstehst du das Problem, kannst du recherchieren, kannst du Entscheidungen begründen und arbeitest du iterativ? Das sieht man nicht an einem fertigen Screen; man sieht es am Weg dorthin.

Drei bis vier Case Studies

Tiefe schlägt Breite. Wähle:

  • Ein Projekt mit echter Recherche – Interviews, Beobachtung, ein Test mit Nutzern.

  • Ein Projekt mit einer klaren Interface-Entscheidung – Navigation, Formular, Onboarding.

  • Ein Projekt mit messbarer Wirkung – schneller, weniger Fehler, höhere Conversion, oder eine konkrete Reaktion von Nutzern.

  • Optional: ein freies oder spekulatives Projekt, das zeigt, was du machst, wenn niemand fragt.

Die Struktur einer UX-Case-Study

  1. Problem – für wen, was geht schief, woher weißt du das? Ein Absatz.

  2. Recherche – was du gemacht hast (und mit wie vielen Personen), was du gelernt hast, was dich überrascht hat.

  3. Richtungen – zwei oder drei Konzepte, Skizzen oder Wireframes, und warum du gewählt hast.

  4. Iterationen – was du getestet hast, was nicht funktionierte, was du geändert hast. Das ist das Herzstück.

  5. Interface – die fertigen Screens, groß, im Kontext (Handy, Desktop).

  6. Wirkung – Zahlen, wenn du sie hast; sonst Reaktionen, ein Pilot, was der Kunde damit gemacht hat.

  7. Reflexion – was du heute anders machen würdest.

Das ist eine spezialisierte Version der allgemeinen [Case-Study-Struktur](/de/ratgeber/case-study-schreiben).

Bilder

  • Wireframes und Skizzen dürfen grob sein; sie beweisen Prozess.

  • Fertige Screens scharf, in einem Geräterahmen, in voller Breite.

  • Ein Bild, das „vorher und nachher“ nebeneinanderstellt, sagt mehr als drei Absätze.

  • Kurze Videos oder Loops von Interaktionen funktionieren gut; halte sie unter zehn Sekunden.

Fallstricke

  • Eine Galerie mit dreißig Screens. Niemand liest sie.

  • Recherche, die nirgendwohin führt. Wenn du Interviews geführt hast, zeig, welche Entscheidung sich dadurch geändert hat.

  • „Wir“ ohne „ich“. Nenne deine Rolle, besonders in Teamprojekten.

  • Nur Erfolg. Ein Test, der scheiterte, und was du danach getan hast, überzeugt mehr als eine makellose Geschichte.

  • Jargon. Ein Double Diamond auf jeder Seite ersetzt keinen Inhalt.

Präsentation

Ein UX-Portfolio darf selbst ein gut gestaltetes Produkt sein: klare Navigation, schnelles Laden, lesbar am Handy. Wähle eine ruhige Umgebung, in der die Screens hervorstechen. In Folyra funktioniert die Studio-Engine gut für Interface-Arbeit; die Frame-Engine (Schwarz, Video als Hero), wenn du viele bewegte Prototypen hast. Sieh dir das Beispielportfolio von [Milo Vermeer](/de/beispiele/milo-vermeer) an, einem fiktiven Macher von Titeln, 3D und bewegten Identitäten.

Häufige Fragen

Wie viele Case Studies gehören in ein UX-Portfolio?
Drei bis vier, in der Tiefe ausgearbeitet. Eine starke Case Study mit Recherche, Iterationen und Wirkung wiegt mehr als zehn oberflächliche.
Muss eine UX-Case-Study Zahlen enthalten?
Wenn du sie hast, ja. Wenn nicht, beschreibe, was passiert ist: ein Test mit fünf Nutzern, ein Pilot, die Reaktion des Kunden. Konkret zählt mehr als quantitativ.
Kann ich ein Schulprojekt als UX-Case-Study verwenden?
Ja. Nenne es als Schulprojekt und lege den Schwerpunkt auf deine Recherche und Iterationen. Ein fiktiver Kunde ist kein Problem, ein fiktives Ergebnis schon.
Wie lang darf eine UX-Case-Study sein?
Länger als bei grafischer Arbeit: 400 bis 800 Wörter sind normal, vorausgesetzt, jeder Schritt hat ein Bild und der Leser kann mit Überschriften springen.

Mach gleich ein Portfolio daraus.

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