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Ein Fotografie-Portfolio aufbauen: Auswahl und Reihenfolge

Aktualisiert 21. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Fotografie-Portfolio arbeitet mit Serien, nicht mit Einzelfotos: drei bis fünf Serien mit je sechs bis zwölf Bildern, streng ausgewählt und in bewusster Reihenfolge. Jede Serie bekommt einen kurzen Text zu Auftrag oder Idee, und die Präsentation zeigt das Bild groß und ungestört.

Serien, keine Einzelbilder

Ein Fotograf wird am Auge und an der Konsistenz gemessen. Zwanzig einzelne gute Fotos lassen Zufall zu; eine Serie von acht Bildern, die zusammengehören, beweist, dass du eine Idee durchhalten kannst. Baue dein Portfolio deshalb aus Serien.

Drei bis fünf Serien reichen. Sechs bis zwölf Bilder pro Serie.

Auswählen

Die Auswahl ist die Arbeit. Regeln, die helfen:

  • Zweifel heißt nein. Ein Bild, bei dem du zweifelst, nimmst du raus. Was bleibt, wird stärker.

  • Eine Idee pro Serie. Bilder, die nicht zur Idee gehören, kommen in eine andere Serie oder raus.

  • Keine Dubletten. Zwei fast identische Bilder: wähl eins.

  • Lass jemand anderen wählen. Ein Kommilitone oder eine Lehrkraft sieht, was du nicht mehr siehst.

Reihenfolge innerhalb einer Serie

Eine Serie hat Anfang, Mitte und Ende, wie eine Geschichte:

  1. Eröffne mit einem Bild, das den Ton setzt und neugierig macht.

  2. Wechsle ab: weit und Detail, ruhig und Bewegung, hell und dunkel.

  3. Schließe mit dem Bild, das am längsten nachwirkt – oft nicht das spektakulärste.

Text zu einer Serie

Kurz. Drei bis sechs Sätze pro Serie: was es ist, wo es entstand, für wen (Auftrag oder freie Arbeit), welche Entscheidung ausschlaggebend war (Licht, Ort, Technik). Keine Beschreibung dessen, was man ohnehin sieht.

Eine längere Geschichte passt zu dokumentarischen Serien; nutze dort die Struktur aus [Eine Case Study schreiben](/de/ratgeber/case-study-schreiben).

Bildgröße und Qualität

  • Liefere Bilder mit mindestens 2400 Pixeln auf der langen Seite; ein Portfolio-Tool erzeugt kleinere Versionen selbst.

  • Halte die Farbkorrektur innerhalb einer Serie konsistent.

  • Vergleiche deinen Export auf einem Handy und einem Laptop; das Bild muss auf beiden funktionieren.

Präsentation online

Bei Fotografie muss die Seite verschwinden. Wähle eine Umgebung mit viel Weiß oder tiefem Schwarz, einer ruhigen Schrift und ohne Dekoration. Bilder in voller Breite, eins nach dem anderen oder in einem ruhigen Raster.

In Folyra ist die Editorial-Engine (Papier, eine ultraleichte Serif) dafür gemacht: Das Bild ist groß, der Text bleibt klein. Sieh dir das Beispielportfolio von [Noor Janssen](/de/beispiele/noor-janssen) an, einer fiktiven Fotografin mit Serien, Büchern und Plakaten.

Was du außerdem brauchst

  • Eine Über-mich-Seite mit einem echten Foto von dir, drei bis fünf Sätzen und Kontakt.

  • Für kommerzielle Arbeit: welche Kunden, welche Art von Aufträgen du annimmst.

  • Eine Adresse, die du auf eine Karte drucken kannst.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos gehören in ein Fotografie-Portfolio?
Drei bis fünf Serien mit je sechs bis zwölf Bildern, also etwa 25 bis 50 Fotos insgesamt. Lieber wenige und streng gewählt als viele und gemischt.
Soll ich meine Fotos nach Thema oder nach Serie ordnen?
Nach Serie. Eine Serie zeigt, dass du eine Idee durchhalten kannst; eine Ordnung nach Thema (Porträt, Landschaft) wird schnell zur Wundertüte.
Wie viel Text gehört zu einer Fotoserie?
Drei bis sechs Sätze: was, wo, für wen und welche Entscheidung ausschlaggebend war. Bei dokumentarischen Serien darf es länger sein.
In welcher Auflösung lade ich meine Fotos hoch?
Mindestens 2400 Pixel auf der langen Seite. Das Portfolio-Tool erzeugt kleinere, schnelle Versionen für Handys selbst.

Mach gleich ein Portfolio daraus.

Folyra fragt pro Projekt, was eine starke Case Study braucht, und baut die Seite, während du tippst. Kostenlos starten, keine Kreditkarte.